| ABERDARE NATIONALPARK
Der Aberdare Nationalpark ist eines der schönsten
Schutzgebiete Kenias. Der Park ist fast 700qkm groß
und liegt auf einer Höhe von etwa 2.000 ü.d.M.
bis 4.000.
Der Park besteht aus den sich von Nord nach
Süd erstreckenden Aberdare-Bergen und den dicht bewaldeten
Vorgebirgen am Osthang. Im Osten und Westen weicht der Bergwald
in den oberen Regionen langsam Bambus und Rosenholz. Im
Norden befinden sich Ol Doinyo Satima, der höchste
Gipfel mit 3995 m, und im Süden der Kinangop. Dazwischen
liegen Moore auf einer Höhe von 3000 m mit Felsinseln,
Waldstücken und Bächen.
Jetzt offiziell Nyandarua genannt (ein Kikuyu-Begriff,
der "Trockenhütte" bedeutet), erhielten die
Aberdares ihren ursprünglichen Namen von ihrem Entdecker
Thomas, der sie nach Lord Aberdare benannte, dem damaligen
Präsidenten der Royal Geographic Society.
Es gibt hier verschiedene Wasserfälle,
wo das Wasser gleich Hunderte von Metern in die Tiefe stürzt.
Über 300m stürzen die Gura Falls, Kenias größter
Wasserfall, in den gleichnamigen Fluss. Fast gegenüber
rauschen die Karura Falls 275m in die Tiefe und münden
in den Chania-Fluss.
Das Moor ist mit Bültgras bedeckt, Kreuzkraut
und Rosenholzinseln, Johanniskraut und Bambus. Eine Reihe
eiskalter Bäche, die sich manchmal in Wasserfallkaskaden
ergießen, durchfließen das Moor. Die Bäche
sind reich an Bach- und Regenbogenforellen, daher gibt es
auch zwei Angelcamps im Gebiet. Die starken Regenfälle
in diesem Gebiet machen die Wege oft schlecht befahrbar,
und Allradantrieb ist somit erforderlich.
Wild ist reichlich vorhanden, allerdings versperrt
der dichte Wald oft die Sicht. Elefant, Nashorn , Büffel,
Riesenwaldschwein, Buschbock und Colobus-Affe sowie Weißkehl-Meerkatze
sind verbreitet.
Mitten im Waldgebiet der Aberdares und in
der Nähe von Wassserlöchern gibt es außergewöhnliche
Hotels in den Kronen riesiger Bäume („Treetops"
und „The Ark"), zu denen man nur über Leitern
hinaufgelangt.
Von oben kann man die Tiere bei der Salzlecke
und der Wasserstelle beobachten. Es ist aufregend zu sehen,
wie Nashorn, Elefant oder Warzenschwein, mit etwas Glück
vielleicht sogar ein Leopard, aus dem Dickicht treten. Auch
Raubtiere gibt es reichlich, darunter Löwe, Leopard,
Hyäne und Serval.
Vogelliebhaber werden von den zahlreich vertretenen
Arten begeistert sein: zimtbrüstige Bienenfresser brüten
in Löchern entlang der Parkwege, der Schopfadler -
Afrikas kraftvollster Vogel - lebt im Wald, wo er Moschusböckchen
jagt (eine winzige Antilope, kleiner als ein Dikdik), während
Augurbussarde über das Moor gleiten und Jackson-Frankolin-Hühner,
die ausschließlich in Kenia leben, im Bültgras
nach ihrem Futter suchen.
Der Park liegt etwa 170 km von Nairobi
entfernt und ist in gut 2,5 Stunden zu erreichen. Die Strassen
zum Park sind in gutem Zustand. Nur die Zufahrten zu den
Gates sind bei Regen schwierig und rutschig.
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