REISE-INFOS KENIA
Länderinformationen
Kenia grenzt im Norden an den Sudan
und an Äthiopien, im Osten an Somalia und den
Indischen Ozean, im Süden an Tansania und im
Westen an den Victoriasee sowie an Uganda. Der Staat
weist eine Fläche von 582 646 Quadratkilometern
auf. Die als Ilemi Triangle bezeichnete Region im
Nordwesten Kenias wird von der Republik Sudan beansprucht.
Die beste
Reisezeit
Es gibt in den Parks normalerweise zwei Regenzeiten,
eine kurze im November oder Dezember und eine heftigere
im April und Mai, aber die Übergänge sind
fließend und nicht immer mit Bestimmtheit anzugeben.
Im Masai Mara können die beiden Regenzeiten zu
einer einzigen verschmelzen, die von November bis
Mai dauert.
Außerdem verwandeln sich während der Regenzeit
die Wege in Schlammpisten, auf denen Fahrzeuge immer
wieder stecken bleiben. Dafür entschädigt
bis zu einem gewissen Grad die Tatsache, dass außerhalb
der Hauptreisezeit, d.h. vom 1.4. bis 30.6. und z.T.
in der Vorsaison zwischen dem 1.7. und 30.11. die
Preise der Lodges und Zeltcamps stark sinken.
Einzelreisende profitieren besonders
davon. Generell kann man während der Trockenzeit
mehr wilde Tiere zu Gesicht bekommen,weil das Gras
nicht hoch steht und sie gezwungen sind, sich um die
wenigen noch nicht ausgetrockneten Wasserstellen zu
scharen. Wenn die Regenzeit eingesetzt hat und die
Zahl der Wasserlöcher zunimmt, verschwinden die
Tiere wieder tief im Busch.
Geographie
Kenia gliedert sich in verschiedene fest umrissene
topographische Bereiche, die sich vom Indischen Ozean
bis in Hochgebirgsregionen mit Höhen über
3 000 Meter über dem Meeresspiegel erstrecken.
Von den tief gelegenen Küstenebenen steigt das
Land allmählich auf ein breites und trockenes
Plateau an, das fast den gesamten Norden und Osten
des Landes umfasst. In der Landesmitte befinden sich
gewaltige Bergketten vulkanischen Ursprungs mit dem
Mount Kenya (5 199 Meter) als höchste Erhebung.
Weiter westlich liegt die gewaltige Senke des Ostafrikanischen
Grabensystems (Rift Valley), die durch steile Felswände
begrenzt ist.
Die wichtigsten Flüsse in Kenia
sind der Tana und der Galana (am Oberlauf auch als
Athi bezeichnet). Der Turkanasee (früher Rudolfsee)
liegt fast vollständig auf kenianischem Gebiet;
daneben gehört zu Kenia auch ein Teil des Victoriasees.
Flora und
Fauna
Die Flora Kenias ist äußerst vielfältig.
In den Küstenwäldern finden sich Palmen,
Mangroven, Teakbäume, Kopalfichten und Sandelholzbäume.
In den Tiefländern bis zu einer Höhe von
etwa 900 Metern kommen Affenbrotbäume, Euphorbien
(siehe Wolfsmilchgewächse) und Akazien vor. Typisch
für die Vegetation in Höhenlagen zwischen
900 und 2 700 Metern sind weiträumige Savannen
(Grasländer), die durch vereinzelte Akazien-
und Papyruswälder aufgelockert werden. Zu den
wichtigsten Arten im dichten Regenwald an den östlichen
und südöstlichen Berghängen des Landes
gehören Kampferbäume und Bambus. In der
alpinen Vegetationszone (oberhalb etwa 3 500 Meter)
finden sich große Pflanzen der Gattungen Kreuzkraut
und Lobelie.
Kenia ist berühmt für
seine reichhaltige Tierwelt, insbesondere wegen der
Großsäuger in den Savannen. Dazu gehören
Elefanten, Nashörner, Büffel, Zebras, Gazellen,
Giraffen, Löwen, Leoparden, Geparde, Wildhunde,
Hyänen und Schakale. Grüne Meerkatzen sind
vielerorts anzutreffende Primaten. Die meisten dieser
Tiere leben zwar geschützt in Nationalparks und
Wildreservaten, dennoch haben Wilderer die Bestände
großer Säugetiere wie Elefanten und Nashörner
beträchtlich dezimiert. Auch die Vogelwelt Kenias
ist artenreich, u. a. leben hier Strauße, Flamingos,
Schuhschnäbel, Marabus, Nashornvögel und
verschiedene Eisvogelarten; eine bemerkenswerte kenianische
Vogelart ist der braun gefärbte Hammerkopf.
Bevölkerung
Fast 99 Prozent der kenianischen Bevölkerung
sind Schwarzafrikaner. Daneben gibt es kleine Minderheiten
von Asiaten (insbesondere Indern), Europäern
und Arabern. Die Schwarzafrikaner gliedern sich in
mehr als 30 ethnische Gruppen. Zu den größten
Gruppen gehören die bantusprachigen Kikuyu (21
Prozent der Bevölkerung), die Luhya (14 Prozent),
die Kamba (11 Prozent) sowie die nilotischsprachigen
Luo (13 Prozent) und die paranilotischsprachigen Kalendschin
(11 Prozent).
Städte
Nairobi ist mit etwa 1,90 Millionen Einwohnern (1996)
Hauptstadt und größte Stadt Kenias. Die
wichtigste Hafenstadt ist Mombasa (465 000), die sich
zum größten Teil auf einer dem Land vorgelagerten
Insel gleichen Namens befindet. Zu den weiteren wichtigen
Städten gehören Kisumu (185 100), Hafenstadt
am Victoriasee und Hauptstadt der Provinz Nyanza;
Nakuru (150 000), Hauptstadt der Provinz Rift Valley,
sowie Eldoret (104 900), ein Eisenbahnknotenpunkt
nordöstlich von Kisumu.
Sprache & Relegion
In Kenia sind vier Sprachfamilien verbreitet: Bantusprachen
(wie etwa die Amtssprache Swahili), nilotische Sprachen,
paranilotische Sprachen und kuschitische Sprachen.
Swahili hat sich seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts
zu einer der bedeutendsten Verkehrssprachen des afrikanischen
Kontinents entwickelt. Die wichtigste Verkehrssprache
ist Englisch.
Schätzungen zufolge handelt es sich bei 38 Prozent
der Einwohner Kenias um Protestanten, bei 28 Prozent
um Katholiken und bei 6 Prozent um Muslime. Die übrige
Bevölkerung gehört meist einer der zahlreichen
traditionellen Religionen an.
Zum Klima
Kenia wird durch den Äquator in zwei annähernd
gleich große Hälften gegliedert. Das Klima
ist auf Grund der äquatorialen Lage, abgesehen
von Hochlagen, heiß und im Norden verhältnismäßig
trocken. Die Südregion ist in drei Klimazonen
geteilt. An der Küste ist es feucht; die durchschnittlichen
Jahrestemperaturen liegen zwischen etwa 24,4 °C
im Juni und Juli und etwa 27,8 °C im Februar,
März und April. Das Klima im Hochland ist gemäßigt,
in der Region des Victoriasees tropisch. Die Regenzeit
fällt in die Zeiträume Oktober bis Dezember
sowie April bis Juni.
|